Forschungspreis für Neurogastroenterologie auf der Viszeralmedizin 2026 verliehen

Den mit insgesamt 5.000 Euro dotierten Forschungspreis für Neurogastroenterologie teilen sich in diesem Jahr Dr. rer. biol. hum. Kerstin Maehder und Dr. rer. nat. Hanna Öhlmann. Die beiden Wissenschaftlerinnen wurden auf der Viszeralmedizin 2026 für ihre herausragenden Arbeiten zur Darm-Hirn-Interaktion ausgezeichnet.
Der Forschungspreis, der ursprünglich von der Stiftung Neurogastroenterologie ausgeschrieben wurde, wird seit 2005 vergeben. 2026 erfolgte die Verleihung auf der Viszeralmedizin erstmals durch die Deutsche Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM) mit Unterstützung von Bayer.

Dr. rer. nat. Peter Neckel (Tübingen) und Priv.-Doz. Dr. Jutta Keller (Hamburg) überreichten den Preis für die DGNM in der bis auf den letzten Platz besetzten Session „Reizdarm und Rome V“.

Die ausgezeichneten Arbeiten befassen sich mit pathologischen Veränderungen der Darm-Hirn-Interaktion bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Sie klären bislang unzureichend beachtete Mechanismen der pathologischen Schmerzverarbeitung auf und liefern wichtige Daten für neue Wege im klinischen Management dieser Erkrankungen.

Kerstin Maehder aus Hamburg wurde für ihre Arbeit „Efficacy of a mechanism-based psychological intervention for persistent gastrointestinal symptoms in ulcerative colitis and irritable bowel syndrome: Results of a three-arm randomised controlled trial (SO-MA.GUT-RCT)“ → DOI: 10.1016/j.eclinm.2025.103663 ausgezeichnet.
Hanna Öhlmann aus Bochum erhielt die Auszeichnung für ihre Arbeit „Fear-induced hyperalgesia in quiescent inflammatory bowel disease“ → DOI: 10.1097/j.pain.0000000000003853.

Auszeichnung für herausragende Forschung in der Neurogastroenterologie

Der Forschungspreis würdigt herausragende wissenschaftliche Leistungen im Bereich der Neurogastroenterologie und rückt exzellente Forschung zur Darm-Hirn-Achse in den Fokus. Er richtet sich insbesondere an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in frühen Karrierephasen aus Klinik und Grundlagenforschung. Voraussetzung für die Bewerbung ist eine hochrangige Publikation aus den Jahren 2025 oder 2026, auch „in press“. Bewertet werden neben der wissenschaftlichen Qualität insbesondere der Erkenntnisgewinn und die Relevanz für das Fachgebiet.

Die DGNM gratuliert Kerstin Maehder und Hanna Öhlmann herzlich zu dieser Auszeichnung. Beide Preisträgerinnen werden ihre Arbeiten bei der DGNM-Jahrestagung vom 26. bis 28. Februar 2027 in Berlin vorstellen.