Welt-Reizdarm-Tag 2026: Reizdarm sichtbar machen
Am 19. April 2026 lenkt der → World IBS Day initiiert durch die Patienten-Selbsthilfeorganisation "IBS Patient Support Group" zum siebten Mal die Aufmerksamkeit auf das Reizdarmsyndrom (IBS = Irritable Bowel Syndrome) - eine der häufigsten und zugleich oft unterschätzten Erkrankungen im Bereich der Gastroenterologie.
Relevanz von IBS:
Rund 10 % der Weltbevölkerung sind betroffen. Symptome wie Bauchschmerzen, Blähungen sowie Diarrhö oder Obstipation führen häufig zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität.
IBS eine Störung der Darm-Hirn-Achse:
Als Teil der Disorders of Gut-Brain Interaction (DGBI) steht das Reizdarmsyndrom exemplarisch für die enge Verzahnung von enterischem Nervensystem, Mikrobiom, Immunologie und zentralnervösen Prozessen.
Versorgung braucht Evidenz und Verständnis:
Trotz hoher Prävalenz berichten viele Betroffene weiterhin von unzureichender Anerkennung ihrer Beschwerden. Umso wichtiger sind strukturierte Diagnostik, leitliniengerechte Therapie und interdisziplinäre Betreuung.
Engagement der DGNM:
Die Deutsche Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM) setzt sich aktiv für eine evidenzbasierte Versorgung des Reizdarmsyndroms ein.
Dies umfasst insbesondere:
* die Mitwirkung an nationalen und internationalen Leitlinienprojekten,
* die Förderung translationaler Forschung zur Darm-Hirn-Achse,
* sowie Fort- und Weiterbildungsformate für eine qualitätsgesicherte klinische Praxis.
Unterstützung für Betroffene – MAGDA:
Mit dem Patientenforum MAGDA (Magen-Darm-Forum) bietet die DGNM eine zentrale Plattform für verständliche, wissenschaftlich fundierte Informationen sowie Veranstaltungen für Betroffene:
Link zum MAGDA-Forum → https://www.magendarm-forum.de/reizdarmsyndrom.html
Unser Appell:
Reizdarm ernst nehmen, Wissen teilen und Versorgung gemeinsam weiterentwickeln.