DGNM-Jahrestagung 2024

Die Jahrestagung 2024 der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität e.V. findet vom 16. - 18. Februar 2024 in Freising bei München statt.

Report

Jahrestagung 2024

Vom 16. bis 18. Februar fand in Freising die Jahrestagung der DGNM statt, auf der erneut Grundlagenforscher und klinische Forscher ihre aktuellen und spannenden Daten zu einem breiten Spektrum wissenschaftlicher Fragen der Neurogastroenterologie präsentierten. Zum Programm gehörte u.a. der Gastvortrag des diesjährigen Preisträgers der Stiftung Neurogastroenterologie Francois Cossais (Kiel) zur Bedeutung des enterischen Nervensystems bei Morbus Parkinson und wie in jedem Jahr die Ernennung von zwei Martin-Wienbeck-Reisestipendiaten: Melanie Scharr und Nicole Schlecht (Tübingen) erhalten eine Unterstützung für ihre Reise zum ENS-Kongress in Philadelphia (USA).

Die diesjährige Tagung beinhaltete ein besonderes Symposium mit internationalen Referenten zu Ehren des 20-jährigen Bestehens der Stiftung Neurogastroenterologie und insbesondere ihres Gründers Prof. Dr. Thomas Frieling, der 2024 in den Ruhestand gehen wird. Internationale Wegbegleiter präsentierten ihre Forschungsergebnisse und Perspektiven zur Neurogastroenterologie, darunter Hannah Carey, Maggy Curras, Fievos Christofi, Jan Tack und Paul Wade. Prof. Frieling gründete die Stiftung im Jahr 2004 mit dem Ziel, junge klinische und Grundlagenforscher aus dem Bereich der Neurogastroenterologie am Anfang ihrer wissenschaftlichen Karriere mit einem Preis in Höhe von 1500 € jährlich zu unterstützen.

Jutta Keller, die Vertreterin der deutschen Gesellschaft im Steuerungskomitee der Europäischen Fachgesellschaft (ESNM), und Kristin Elfers, ein junges ESNM-Steuerungskomiteemitglied, nahmen aktiv an dem Treffen teil und präsentierten Forschungsdaten und Teile der in Wien diskutierten Inhalte des SC-Meetings.

Andreas Stengel, Miriam Bittel (Titelbild-Gewinnerin 2024), Robert Patejdl u. Miriam Goebel-Stengel
Jutta Keller (Hamburg) und Kristin Elvers (Hannover), Vertreterinnen für die ESNM

ESNM endorsed event

Homepage: www.esnm.eu

Titelbild-Wettbewerb 2024

Herzlichen Glückwunsch!

In jedem Jahr suchen wir das Titelmotiv für die Einladungskarte und das Programmheft zur nächsten Jahrestagung. Das Foto sollte Einblick in das vielfältige Spektrum der Neurogastroenterologie und Motilität geben. Der Gewinner bzw. die Gewinnerin erhält kostenfreien Zutritt zur Jahrestagung und die Übernachtungskosten inkl. Verpflegung werden übernommen (ohne Anreisekosten).

In diesem Jahr gratulieren wir herzlich Miriam Bittel, M.Sc. Molekulare Wissenschaften, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde - Abteilung Wissenschaft und Forschung | Sozialstiftung Bamberg, Lehrstuhl für Integrative Medizin (Univ.-Prof. Dr. med. Jost Langhorst) | Medizinische Fakultät | Universität Duisburg-Essen.

Die konfokale Laserendomikroskopie ist eine junge Methode zur direkten Visualisierung der Darmbarrierefunktion am Patienten, mit der die Effekte von Nahrungsbestandteilen erstmals räumlich und zeitlich hochauflösend untersucht werden können. Damit hat sie das Potential, unser Verständnis und die Diagnostik von Nahrungsmittelunverträglichkeiten nachhaltig zu erweitern und zu verbessern - mit positiven Auswirkungen auf die Lebensqualität Betroffener.

Das Bild zeigt eine zirkuläre Bilderreihe der graduellen Manifestation einer nahrungsinduzierten Darmbarrierestörung im Duodenum, detektiert mittels sondenbasierter konfokaler Laserendomikroskopie (CLE Cellvizio® GastroFlex™). (Mitte) Endoskopische Aufnahme einer CLE-Intervention im makroskopisch unauffälligen Duodenum. (Unten Mitte) Intakte epitheliale Darmbarriere erkennbar durch das dunkle Darmlumen und die vaskuläre Lokalisation des zuvor i.v. applizierten fluoreszierenden Kontrastmittels (weiß) innerhalb der fingerförmigen Zottenarchitektur. (Unten links im Uhrzeigersinn) Fortschreitender funktioneller Darmbarrieredefekt, gekennzeichnet durch Verdunklung der Gefäße, Ablösung einzelner Enterozyten, Verlust der epithelialen Integrität mit Fluoresceinaustritt in das Darmlumen bis hin zum vollständigen Darmbarrieredefekt mit Verdunklung der Darmzotten als Folge des Fluorescein-Effluxes. (CLE = engl.: confocal laserendomicroscopy)